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Auch kurzfristig noch bei ProChrist live mitmachen!

Bisher verhaltenes Echo in BEFG-Gemeinden auf Evangelisation im Herbst

Frankfurt

Die lokalen Evangelisationen „ProChrist Live 2015“, die vom 3. Oktober bis 14. November in ganz Deutschland stattfinden, stoßen in den über 800 Gemeinden des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden bisher auf ein verhaltenes Echo. Das ergab eine Auswertung der statistischen Angaben auf der ProChrist-Internetseite. An 104 Orten in Deutschland wird ProChrist in diesem neuen Format stattfinden. 300 Gemeinden sind dabei beteiligt. Darunter sind 22 BEFG-Gemeinden. Als Redner aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wurde bisher nur der frühere Evangelist und Pastor Lothar Leese (Bad Salzuflen) zu drei Einsätzen eingeladen. Erstmals gibt es in diesem Jahr keine zentrale Satellitenübertragung, sondern lokale Treffen.

Carsten Hokema (Oldenburg), einer von fünf Rednern, die als Team den bisherigen ProChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), ersetzen sollen, bedauerte gegenüber der GEMEINDE das geringe Interesse: „Evangelisation ist immer gut - egal in welchem Format.“ Die Liebe Gottes zu den Menschen müsse bekannt gemacht werden. Auch er habe einige Anfragen erhalten, sie aber wegen seiner Verpflichtungen als Referent im Dienstbereich Mission innerhalb seiner Freikirche nicht annehmen können. Er sei auch nicht in dem Pool von 150 Evangelisten enthalten, die sich für „ProChrist Live“ gemeldet hätte. „Ich stehe für Veranstaltungen ‚ProChrist Live Jetzt’ zur Verfügung.“ Dabei schließen sich mehrere Gemeinden an einem Ort zusammen, um gemeinsam ProChrist durchzuführen. Dieses Konzept können auch außerhalb des Zeitrahmens im Herbst umgesetzt werden. ProChrist Live könne dagegen von einer Gemeinde allein veranstaltet werden. Hokema hofft, dass sich bis zum Ende der Registrierungsphase Ende April noch einige Gemeinden seiner Freikirche dafür entscheiden, bei ProChrist Live mit einzusteigen.

Lothar Leese erklärte der GEMEINDE, dass in den Gemeinden oft die gemeindenahe Diakonie heute eine stärkere Rolle spiele als die Evangelisation. Doch man dürfe Evangelisation nicht gegen Diakonie ausspielen. Sie seien zwei Seiten derselben Medaille. Evangelisation sei der bleibende Auftrag jeder Gemeinde. Das gehe aus dem Missionsbefehl hervor (Matthäus  28,18-20). Doch leider sei dieser Auftrag in manchen Gemeinden in Vergessenheit geraten. Deshalb sei es erfreulich, dass nach vielen Jahren der Prochrist-Satellitenübertragung mit  „Prochrist Live 2015" nun  Gemeinden motiviert werden, wieder „ganz normale Evangelisationswochen" zu veranstalten. Auch für kleinere Gemeinden sei dieses Konzept interessant, weil sie „das Rad nicht neu erfinden müssen“. Die ProChrist-Zentrale in Kassel gebe viele Anregungen und Hilfestellungen. Zudem stehe ein großer Rednerpool zur Verfügung. Leese: „Ich hoffe, dass das gute Angebot von Prochrist Gemeinden zur Evangelisation motiviert und befähigt.“

BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba (Elstal), der zum ProChrist-Vorstand gehört, ermutigte die Gemeinden, noch kurzfristig bei ProChrist Live mitzumachen. „Es ist eine tolle Gelegenheit, Menschen an vielen Orten zur Versöhnung mit Gott einzuladen“, so Stiba. Wenn Menschen Christen und ihre Herzen von einem Geist der Liebe und Besonnenheit zum Handeln in dieser Welt erfüllt würden, werde das „unser Land nachhaltig positiv verändern“.

ProChrist-Geschäftsführer Michael Klitzke (Kassel) räumte ein, dass die Zahl der Veranstaltungsorte hinter den Erwartungen liege. In ersten Verlautbarungen war von bis zu 400 Orten die Rede. Klitzke rechnet aber damit, dass es am Ende 120 Veranstaltungsorte sein werden. Anmeldeschluss ist der 30. April. Auch einige Redner seien noch mit interessierten Gemeinden im Gespräch. Wie Klitzke weiter sagte, haben einige Gemeinden der Geschäftsstelle mitgeteilt, dass für sie der Abstand von der letzten ProChrist-Satelliten-Evangelisation 2013 zu kurz sei.

Der Verein ProChrist wurde 1991 mit dem Ziel gegründet, den christlichen Glauben in Europa bekannt zu machen. Die erste Veranstaltungsreihe fand 1993 mit dem US-Evangelisten Billy Graham in Essen statt. Bei den sieben folgenden Veranstaltungen sprach Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Insgesamt wurden bei den Satellitenübertragungen 8,5 Millionen Besucher gezählt.

Klaus Rösler
(13.03.2015)