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Vier Iraner in Berliner Baptistengemeinde getauft

Auch eine Koreanerin bat um die Glaubenstaufe

Berlin

Fünf Christen mit Migrationshintergrund wurden in der Evangelisch-Freikirchliche Friedenskirche in Berlin-Charlottenburg getauft: vier Iraner und eine Koreanerin. Dass die ehemaligen Muslime Christen wurden, hängt auch mit der kleinen, rund 30 Mitglieder zählenden Baptistengemeinde in Forst/Brandenburg zusammen, berichtete Gemeindepastor Hendrik Kissel gegenüber der GEMEINDE. Denn zunächst lebte eine Iranerin mit ihrer Tochter sieben Jahre lang als Asylanten im Bundesland Brandenburg. In Forst knüpften die beiden freundschaftliche Kontakte zu den Baptisten. Als sie dann nach Berlin umziehen konnten, steuerten sie zunächst eine iranische Gemeinde in der Hauptstadt an. Doch der dort praktizierte enge Frömmigkeitsstil irritierte sie. So gab es – anders als bei den Baptisten in Forst – kein offenes Abendmahl. Und die strengen Kleidungsvorschriften und ein konservatives Frauenbild machten den Iranern Probleme. Sie suchten sich deshalb eine andere Gemeinde und wurden in der baptistischen Friedenskirche in Charlottenburg fündig. Dorthin luden sie immer mehr iranische Freunde und Bekannte ein, für die sie die Gottesdienste und Bibelgespräche übersetzten. Zwei der iranischen Täuflinge sind erst seit kurzem in Deutschland: zwei Monate und ein halbes Jahr. Der Taufgottesdienst wurde zweisprachig auf Deutsch und Farsi durchgeführt. Segnung, Gebete, die Lesungen beim Entzünden der Taufkerzen und die Predigt wurden von einer persischen Gemeindeleiterin und Missionarin in Farsi (Persisch) übersetzt.

Einer der Täuflinge schilderte, wie er Christ geworden ist. Im Iran hatte er einen christlichen Nachbarn, mit dem er sich hin und wieder traf, um auch über den Glauben zu sprechen. Daraufhin wurde er in dem islamischen Land von den Behörden vorgeladen und verwarnt. Er habe danach sofort mit seiner Tochter das Land verlassen, bekannte der Mann. In Deutschland sei er schließlich Christ geworden.

Einen ganz anderen Weg in die Gemeinde fand die Koreanerin. Sie wurde angesprochen, weil ausländische Besucher in der Friedenskirche Gebete, Lesungen und den Predigttext in ihrer Muttersprache erhalten. Durch diesen Weg fand auch die koreanische Christin Zugang zur Gemeinde und lies sich nun nach einem Jahr taufen, freut sich Hendrik Kissel.

Klaus Rösler
(04.05.2012)