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Die kraftvolle Sprache Luthers wiederentdecken

Dr. Michael Rohde ist begeistert von der Lutherbibel 2017

Hannover

Der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hannover-Walderseestraße, Dr. Michael Rohde, ist begeistert von der neuen Lutherbibel. „Mir gefällt die kraftvolle und seelsorgerliche Sprache Luthers“, sagte der frühere Dozent für Altes Testament an der Theologischen Hochschule Elstal der GEMEINDE. Durch die Bibel könne man wieder neu in diese Sprache eintauchen und sie wiederentdecken. „Gleich in meiner ersten Predigt mit Luther 2017 konnte ich den Zuspruch Jesu so direkt aussprechen: ‚Sei getrost, mein Kind, deine Sünden sind dir vergeben’ (Mt 9,2b) (statt ‚mein Sohn’)“, so Rohde. Wie die Deutsche Bibelgesellschaft mitteilte, war es das Ziel der neuen Übersetzung, eine größere sprachliche Genauigkeit herzustellen und gleichzeitig der Sprachkraft Martin Luthers gerecht werden. Rund 40 Prozent der 30.442 Verse des Alten und Neuen Testaments wurden verändert. Die neue Lutherbibel ersetzt die zuletzt 1984 überarbeitete Lutherbibel als maßgeblichen Bibeltext der EKD. Rohde zufolge ist die Bibel schön gestaltet und mache einen hochwertigen Eindruck. Für die Lutherbibel 2017 habe er sowohl im Gottesdienst als auch in der Jugendstunde geworben, ebenso für die kostenlose App zum Lesen des Bibeltexte auf Tablet oder Handy. Sie kann noch bis zum 31. Oktober 2017 gratis heruntergeladen werden. Rohde weiter: „In der Predigt lese ich zukünftig aus Luther 2017 vor – eigene Übersetzungsarbeit kann dann in die Predigt einfließen.“ Rohde schätzt einerseits die Vielfalt der Bibeln, die in seiner und in anderen Gemeinden verbreitet seien. Andererseits sei es aber auch empfehlenswert, wenn in einer Gruppe alle denselben Text vor Augen hätten. Dafür eigene sich der Texte der Lutherbibel 2017. Die Gemeinde Walderseestraße hat über 700 Mitglieder.

Offenbar kam seine Werbung bei den Gottesdienstbesuchern an. Denn der Verkauf der Lutherbibeln am Büchertisch der Gemeinde, der von der Oncken-Versandbuchhandlung beliefert wird, sei deutlich angestiegen, freut sich Verlagsleiter Heinz Sager. In Gesprächen mit Kunden habe er den Eindruck gewonnen, dass man sich wieder daran erinnere, „dass eine Bibel etwas Wertvolles für das Leben ist“. Diesen Eindruck habe er vor kurzem in einem Gespräch mit einer Lehrerin aus den neuen Bundesländern gewonnen, die ihn als Vorsitzenden der OnckenStiftung um Bibeln gebeten hatte. Denn die Heilige Schrift gebe es an ihrer Schule nicht. Aufgabe der OnckenStiftung ist es unter anderem, die Weitergabe christlicher Literatur zu fördern. Dazu Sager: „Als Stiftung sind wir dankbar für solche Anfragen, aber auch für jede Spende, die es möglich macht, Bibeln auch an Schulen weiterzugeben.“

Klaus Rösler
(04.11.2016)